Was ich in meiner Hosentasche fand
ein letzter Strahl des Sommers
getragen von 'ner Brise Meer
Geflüsterte Worte
im Sonnenuntergang
neben Ostseekieseln
und Regentropfenklang
Ein Stück vom Himmel
der ein Wolkenbild malt
an den Fingern noch weißer Sand
umschließe einen Kiesel fest
mit meiner Hand.
Das Meer in mir
zügellos und frei
Das Meer in mir
manchmal so schwer zu ertragen
Das Meer in mir
wie es unaufhörlich wogt und will
Das Meer in mir
wie es immerzu fragt
Das Meer in mir
das dennoch alle Antworten birgt
Das Meer in mir
tauche ein in
das Meer in mir
in den Untiefen finde ich
das Meer in mir.
Herbsttage
Nebel der auf Wasser schwebt
Reif der herbstliche Blätter überzieht
Tage werden kürzer, die Nächte länger
auch kleine Lichter leuchten weit in dunkleren Zeiten
buntgefärbte Erinnerungen an ein sonniges Gestern
und eing goldenes Funkeln darin
Jetzt ist die Zeit Lärm und Hektik zu verabschieden
in Vorfreude auf die Langsamkeit und Ruhe des Winters
Lass alles Schwere los und atme die Stille
wenn der Weg des Winds sich dreht.
Vielsagende Anfänge
und lose Enden
zwischen den Worten: ICH
nehm' die Fäden auf
um mich in Gedanken
zu verstricken
löse schreibend Knoten
während sich Zeile für Zeile
meine Wahrheit webt.



